
Die Teaserettes pflegen bereits seit längerer Zeit die Kunst des bourlesquen Striptease. Ihre Shows sorgten und sorgen oft für den erotischen Farbtupfer auf so mancher Tattoo Convention. Hinzu kommen die unzähligen und immer mehr werdenden Auftritte in Clubs, denn Bourlesque wird heutzutage wieder populärer und ersetzt zunehmend den plumpen Strip. Der Nachwuchs ist gefragt und dass es viele Mädchen gibt, die in die Fußstapfen von Teaserettes treten möchten, zeigte sich bei dem von ihnen veranstalteten Wochenendworkshop.
In dem Berliner Club "Roadrunners" ließen sich zehn Teilnehmerinnen von Sandy, Bunny, Litschi, Cherry, Sammy & Co. in die Kunst der Bourlesque einweihen. Dabei kamen Mädchen zusammen, die bereits Bühnenerfahrung vorzuweisen hatten als auch solche, die diese Dank der Einführung von Profis verlieren wollten oder auch völlig unvorbereitet, sozusagen wie Jungfrau zum Kinde, sich hierher verirrten und erst dann begriffen, dass es sich nicht um eine theoretische Vorlesung, sondern um ein praktisches Seminar handelte, das mit einem Auftritt vorm Publikum enden sollte.
Dem Workshop wohnten außerdem aufmerksame Beobachtern bei. Zwei Fernsehteams, ein von RTL und ein von 3sat sowie eine Reporterin von Unicum - einer Unizeitung - und meine Wenigkeit standen stellvertretend für verschiedene Arten der Medienöffentlichkeit. Eine der Kursteilnehmerinnen wurde ständig von Kamera und Mikrofone begleitet. Sie wurde für die Story gecastet und die teilweise plumpe und zudringliche Art der Kameraführung störte den Ablauf des Workshops. Angesichts solcher Szenen komme ich immer wieder ins Grübeln und bin doch am Ende froh, meine persönliche Glotze aus dem Fenster geworfen zu haben.
Doch zurück zum Workshop. Tanzen, Schminken, Bühnenkleidung und ihr gekonntes ablegen standen auf dem Programm. Zur Aufwärmung begann der Workshop mit einer kleiner Teaserobicstunde, zu der alle im Raum, auch die Presse, aufgefordert wurden. Den Besucherinnen eines Fitness-Studios sind die Teaserobicübungen bestens vertraut, aber sie bereiten dennoch einige Schwierigkeiten, will man diese auf High-Heels machen, ganz so wie bei einem Bühnenauftritt. Nach den ersten Übungen trennten sich die Wege der Kursteilnehmerinnen. Ab da wurde in kleinen Gruppen und getrennten Räumen an den Nummern gearbeitet.
Zwei Tagen und etliche Stunden später war es so weit. Der Saal des Roadrunners Clubs fühlte sich, die Fürcht vor der Bühne war verflogen und die Mädels absolvierten vor einem frenetischen Publikum ihren ersten Auftritt.
P.S. Weitere Workshops deutschlandweit folgen
Text: agat a
Fotos: Teaserettes und agat a
www.teaserettes.de
www.redcat7.de
www.roadrunners-paradise.de