
Tattoos und die Tarotkarten fangen nicht nur mit dem gleichem Buchstaben an,
sie nutzen auch häufig ähnliche archaische Symbole und kraftvolle Bilder:
Tod und Teufel, die Kunst, der Narr, die Liebenden, Feuer, Wasser, Erde
Luft, Sonne und Mond.
Astrid Köpfler von Tattoo Love (Living Art Tattoo) hatte deshalb schon lange
die Idee, beides zu verbinden. Und so startete sie ihr Projekt Tattoo Tarot.
Die Grundidee war einfach, 72 Tätowierer sollten die Karten des Tarot neu
gestalten, jeder eine Karte und jeder nach seinen Ideen.
Da aber eine Idee zu haben und sie dann durchzuführen grundsätzlich
unterschiedliche Dinge sind, dauerte es zwei Jahre, bis das Ergebnis vorlag:
in einer schwarzen Box befinden sich die 72 Tarotkarten und ein
viersprachiges Buch, in dem die einzelnen Karten in ihrer Bedeutung
vorgestellt werden. Limitiert ist das Ganze auf 1000 Eexemplare.
Aus aller Herren Länder fanden sich Tätowierer bereit, an dem Projekt
teilzunehmen und so unterschiedlich die Charaktere der Künstler, so
unterschiedlich sind auch die Karten.

In dem Begleitbuch, in dem auch eine klei- ne Einführung in das Kartenlegen
gegeben wird, finden sich viele schöne Detailauf- nahmen der Karten.
Kritisieren muss man die Qualität des Tarot- spiels, für meine Begriffe hätte
ein stärker- er Karton der Sache gut getan. Hardcore-Kartenleger/innen werden
kritisieren, dass die Rückseite des Spiels erkennen lässt, wie rum die Karten
liegen, so sind nicht alle Legevarianten spielbar.
Trotzdem: ein interessantes Projekt von Astrid, nicht nur für den
esoterischen Teil der Gesamtbevölkerung.
Text: Lead