
Herbert Hoffmann gilt als der älteste Tätowierer Deutschlands und ist eine
lebende Legende.
Aber Herbert Hoffmann ist noch viel mehr, Herbert Hoffmann ist ein Teil der
deutschen Geschichte. 1919 geboren, interessierte er sich schon als Kind für
tätowierte Menschen.
Doch wie in vielen anderen Bereichen auch, zerriss der Nationalsozialismus
gewachsene Kulturen: Tätowierte galten im Dritten Reich als Volksschädlinge.
Als Herbert Hoffmann 1949 nach vier Jahren Kriegsgefangenschaft nach
Deutschland zurückkehrte, waren die Helden seiner Kindheit aus dem
öffentlichen Leben beinahe gänzlich verschwunden.
Als Handlungsreisender reiste Hoffmann, begleitet von seiner Rolleiflex,
durch Deutschland und spürte den Tätowierten nach. 1961 eröffnete er dann
die "Älteste Tätowierstube Deutschlands" auf St. Pauli in Hamburg. Neben seinen Arbeiten als Tätowierer
portraitierte er seine Kunden.
Die Galerie Gebrüder Lehmann zeigt nun vom 20. März 2010 bis 24. April 2010
in der Lindenstraße 35, (10969) Berlin die Ausstellung "St. Pauli Souvenirs"
von Herbert Hoffmann. Ausgestellt sind rund 45 Fotografien Herbert
Hoffmanns, die er über einen Zeitraum von ca. 20 Jahren von seinen Kunden
geschossen hat.
St. Pauli Souvenirs
20.03. - 24.04.2010
Galerie Gebrüder Lehmann
Lindenstraße 35
10969 Berlin
galerie-gebr-lehmann.de