Und wie würdest Du Deinen eigenen Stil beschreiben?
Ich mag mit Tattoos spielen, experimentieren und nach neuen Lösungen suchen. Ich mache keine Tätowierungen nur in einem ausgedachten Stil, was man an den angefügten Fotos sieht. Wie beschreiben? Prykasistyle!
Was macht ihn einziartig?
Ich denke, er ist einzigartig, weil es von mir ist.
Gut. Und gibt es ein oder mehrere von dir gemachten Tattoos, die du besonders magst?
Ich mag sie alle. Auch die, die ich in den Neunzigern gemacht habe, als ich am Anfang stand. Sie zeigen mir, dass ich mich weiter entwickele, dass ich nicht auf der Stelle stehen geblieben bin, dass ich suche und Neues schaffe und nicht ein einmal entwickeltes Muster wiederhole, wie das die meisten in der Welt tun.
Was magst du zu tätowieren?
Die Haut. Aber im Ernst, ich mache sehr gerne Cover-ups. Sie sind meiner Meinung nach, die am meisten kreative Sache in der Branche. Hier muss man wirklich Hirngymnastik betreiben, um das vorhandene Tattoo vollständig als Grundlage für das neue Motiv zu nutzen.
Was fragst du dich, wenn du ein neues Tattoo entwickelst?
Das ist weniger eine Frage, als die Feststellung "WIE MAG ICH ES"
Hast du eine künstlerische Ausbildung?
Als Kind besuchte ich Kunstkurse in dem nahe gelegenen Kulturzentrum. Und mit 18 gab ich selbst Kurse in der Bildhauerei, obwohl ich keine Ausbildung hatte. Ich machte einfach das, was ich mochte und das war alles.
Glaubst du, es ist wichtig für einen Tätowierer über eine künstlerische Ausbildung zu verfügen?
Aber selbstverständlich! Wenn jemand bereits in einer Schule die Grundlagen lernt, wird ihm das ganz sicher viel leichter fallen, eigene Motive zu entwickeln. Das heutige Tattoo verlässt die Tribals und Rosen. Die Kunden beginnen, ein Kunstwerk von einem zu erwarten. Alle Mitarbeiter in meinem Studio sind zugleich Kunststudenten.
Gab es ungewöhnliche Erlebnisse bei deiner Arbeit?
Nichts Menschliches ist mir fremd.
Was magst du nicht?
Ich bin ein recht entspannter Typ und bei der Arbeit bringt mich nichts auf die Palme. Obschon der Kampf gegen die strömenden Körperflüssigkeiten und Blut bei der Entstehung eines Tattoos sowie der ständige Gedanke an die Ansteckungsgefahr, nerven mich schon. Wie wir alle wissen, diese Arbeit ist mit einem gewissen Risiko verbunden.