Pawel Wyrebiak / 3rd Eye Tattoo - 15.06.08
Wie lange tätowierst Du schon? Wo und wann hast Du angefangen zu tätowieren?
Meine Begeisterung für Tätowierungen begann vor neun Jahren, als die erste Zeitschrift über die Kunst des Tätowierens in Polen erschien. Ich war damals 18. So hat es angefangen.
Warum hast Du angefangen zu tätowieren?
Seit frühen Jugend habe ich mich für Kunst interessiert. Ich habe viel gezeichnet und gemalt. Eines Tages sah ich ein recht miserables Tattoo, dachte mir, ich könnte es besser, also habe ich beschlossen zu tätowieren und wollte was eigenes machen. Wie die meisten Tätowierer bin auch ich Autodidakt. Ich allein vervollkommne meinen Strich, meine Arbeiten. Ich lerne ständig. Mein Studio öffnete ich vor fünf Jahren, aber wirklich zu tätowieren begann ich vor zwei Jahren, denn seitdem realisiere ich nur meine eigenen Projekte und Ideen. Seit der Studioeröffnung arbeite ich allein.
Was ist Dein Stil bzw. welchen Stil bevorzugst Du und warum?
Hauptsächlich mache ich orientalische Tattoos, aber auch New School, Old School – Farbige Arbeiten. Die japanischen Tattoos inspirieren mich, weil ich keine schematischen Tätowierungen mag. Dort hat jedes Element des Tattoos eine Symbolik, eine Bedeutung und ist nicht nur ein Bildchen auf der Haut. Abgesehen davon haben diese Tattoos große und klare Formen – in solch einem Tattoo kann man wunderbar mit Farben spielen.
Wer oder was sind Deine Vorbilder?
Meine Inspirationsquelle sind farbige Tätowierungen in allen Formen. Der japanische Stil bildet den roten Faden in meinen Arbeiten. Von den internationalen Künstlern schätze ich am meisten Shige – Yellow Blaze – schöne japanische Tätowierungen, wunderbare großformatige Arbeiten, brillante Ideen; Porträts vom Filip Leu, Michael Rubendalls, Nikkos aus Ingnitiontattoo sowie Arbeiten von Peter von Tribo - Alles Künstler bekannt durch die Farbe.
Welcher Künstler hatte Dich beeinflusst?
Anfänge meiner Arbeit sind stark durch die Tattoos von Filip Leu geprägt und wie ich bereits erwähnt habe - die japanische Tätowierung.
Was magst Du nicht?
Was ich am meisten nicht mag, das sind im Grunde genommen die engen Horizonte in den Köpfen der Menschen, Engstirnigkeit. Es ärgert mich ihre Einstellung zur künstlerischen Tätowierung. Ich habe ein sehr feuriges Temperament. Von den mehr prosaischen Sachen mag ich während der Arbeit keine Pausen machen. Ich kann es nicht leiden, wenn nach drei Stunden der Kunde genug hat. So was geht mir auf den Sack!