Ich denk, der Wechsel und die Gewöhnung an das neue "Material" - den Körper – kamen selbstverständlich. Wenn es um Unterschiede und Möglichkeiten geht, ist doch klar, dass das Tätowieren wesentlich schwieriger ist als Malen auf einer Leinwand. "Malen" auf der Haut ist mit sehr hohen Verantwortung verbunden und man darf sich dabei keine Fehler erlauben.
Was glaubst Du, wie werden die Tätowierungen, die Du heute machst in zehn Jahren aussehen?
Ich lege beim Tätowieren einen hohen Wert darauf, dass das Tattoo über viele Jahre im bestmöglichen Zustand erhalten bleibt. Darum verwende ich sehr viel schwarzen Farbstoff, der die Grundlage für Aufbau eines starken Kontrastes bildet. Gleichzeitig schafft die große Menge des schwarzen Pigments, dass ein Tattoo auch nach vielen Jahren genauso gut aussieht. Ich hoffe, dass es so sein wird, denn wie gesagt, ich habe noch nie ein Tattoo von mir gesehen, das älter ist als fünf Jahre.
Wer ist Dein Vorbild?
Ich fange nicht einmal an, aufzuzählen, denn die Liste ist lang. Ich glaube, jeder Künstler, der versucht etwas Originelles und Überraschendes zu schaffen, ist für mich ein Vorbild. Wenn es um die Malerei geht, hat mich der polnische Impressionismus stark beeinflusst. Meine Lieblingsmaler sind Jacek Malczewski und Stanislaw Wyspianski. Sie sind für mich die Nummer eins. Viele Polen hatten oder haben große Begabung und ich versuche ganz einfach daraus zu schöpfen – Beksinski, Staroweiyski ...- das sind doch Superkünstler!
Welcher Künstler hatte Dich beeinflusst?
In der Anfangsphase meiner Kariere war es bestimmt Bugs gewesen.Später holte ich meine Inspirationen von den Teilnehmern großer europäischen Conventions wie Boris, Robert Hernandez, Piotr Taton, Steve Moore...
Was war Die seltsamste Tattoo-Erlebnis?
Der Beginn des Tätowierens überhaupt ist vielleicht der seltsamste und erschreckendste Moment für jeden, der anfängt zu tätowieren.
Was magst Du nicht?
Arroganz, Unpünktlichkeit und mangelnde Wertschätzung für die Arbeit.