Wer sind Deine Vorbilder?
Dazu zählen Phlipp Leu, Tin Tin, Aaron Cain und Marc D., der Chef von Nightliner, von dem ich sehr viel gelernt habe.
Welcher Künstler hatte Dich beeinflusst?
Von den Malern würde ich die aus der Zeit vor dem Internet nennen, als sie sich noch alles alleine ausdenken mussten. Das ist vielleicht nicht der klügste Satz, aber Hauptsache er wurde gesagt.
Von den Zeichnern hatten mich am meisten Comiczeichner beeindruckt wie Grzegorz Rosinski, Philippe Druillet, Moebius oder Simon Bisley.
Was war Die merkwürdigstes Tattoo-Erlebnis?
Ich hatte ein Mal einen Kunden, der den gesamten Körper braun tätowieren lassen wollte, weil er nicht mehr ins Solarium gehen und Geld sparen wollte. Aber, als wir im vorgerechnet haben, was es kosten wird, stellte sich heraus, dass das Tattoo teurer wäre als Solarium. Und ein anderer, noch in Polen, wollte seinen Kopf als Globus tätowieren lassen. Aber davon habe ich ihm abgeraten. Es war eine sehr gute Idee aber zu radikal zu der Zeit.
Was magst Du nicht?
Ich mag keine Kunden, die selbst nicht wissen, was sie wollen. Die Entscheidung für eine Tätowierung ist eine sehr persönliche und ich bin kein Psychologe und habe auch nicht vor, eine Beratungspraxis aufzumachen. Meine Aufgabe sehe ich darin, die Idee des Kunden in die Sprache der Tätowierung zu übersetzen und umzusetzen.
Die Kunden lassen sich meiner Meinung nach in zwei Gruppen unterscheiden: in Sammler und Ästheten. Die einen sammeln die Tätowierungen und Tätowierer wie Briefmarken auf der Haut. Die anderen machen sich Gedanken darüber, was sie wollen und wie es aussehen soll.
Und dann gibt es noch eine Veränderung bei den Kunden, die ich beobachte. Als ich angefangen habe, da hatte man die ersten Tatoos an Stellen gemacht, die die Kleidung verdeckte und tastete sich langsam nach außen voran. Heute kommen die Kunden und wollen gleich als erstes den ganzen Arm oder die Wade.