
Jeder Mensch hat seinen Traum. Für viele gilt noch immer das alte Credo, dass jeder einmal im Leben einen Baum pflanzen, ein Haus bauen, ein Kind zeugen und die Mutti gelegentlich be- trügen sollte. In der Zen-Philosophie gibt es etwas Ver- gleichbares: "Vater stirbt, Mutter stirbt, Kind stirbt". Alle tot, alles gut – ganz klar. Gemeint ist damit zwar, dass der große Segen eintreten möge, dass Eltern nicht den Tod ihrer Kinder erleben sollten, sondern alles in seiner Zeit und der "richtigen" Reihenfolge geschehen möge. Prima Sache, tot sind sie dennoch alle. Ich dagegen bin viel bescheidener: ich möchte einmal eines Landes verwiesen werden – zumindest eines unbedeutenden wie Andorra oder Liechtenstein. Das ist mein heimlicher, mein großer Traum.
Die Potsdamer Punkabilly und Psychobilly-Band THEE FLANDERS haben nicht nur zehnjähriges Bandjubiläum und gerade ihr fünftes Album "Graverobbing" inklusive Bonus-DVD "Freakshow" auf die Billyhungrige Welt losgelassen, sondern auch einen anderen, einen wundervollen Traum als Band: zumindest mit einem Song auf dem Index landen.
Auf den Index kommen sie mit diesem Interview nicht, aber zumindest in den Tattoo Guide. Dies ist doch schon mal ein sehr guter Anfang. Den Rest wird die Geschichte weisen.