
Der grundlegende Vorgang des Tätowierens besteht ja darin, Farbpigmente mittels einer Punktierung an die richtige Stelle in die Haut zu bringen.
Üblicherweise geschieht dies mittels einer elektrischen Tätowiermaschine. Dabei wird mit zwei Spulen ein wechselndes Magnetfeld erzeugt, das eine kleine Metallstange, auf die die eigentlichen Tätowiernadeln gelötet sind, mit hoher Frequenz auf und ab bewegt.
Diese Konstruktion erzeugt das typische Geräusch, welches - neben lautstarker Punkrockmusik - ein gut besuchtes Tätowierstudio dominiert.
Die Erfindung der Tätowiermaschine geht ursprünglich auf Thomas Edison zurück, der 1876 eine kleine Maschine zur Metallgravur erfand. Samuel O'Reilly, ein Amerikaner, übernahm das Prinzip und meldete 1891 seine Tätowiermaschine zum Patent an. Beide Maschinen hatten einen relativ großen Elektromotor als Antrieb, was die ganze Sache beim Gravieren, wie beim Tätowieren, sehr unhandlich machte.
Kurioserweise meldete nur 20 Tage nach O'Reillys Patenanmeldung Thomas Riley in London seine Tätowiermaschinen auch zum Patent an. Riley hatte ein Maschine mit einer Spule entwickelt und damit das erste Modell der heute (allerdings zweispuligen) üblichen Maschinen geschaffen.
Und den Superschlauen, die jetzt angehen, mir eine Email zu schreiben, bei Wikipedia würde das aber ganz anders beschrieben, sei gesagt: glaubt nicht alles, was im Internet steht. Der Tattoo-Artikel in der deutschsprachigen Version von Wikipedia ist ein gutes Beispiel dafür, das ein Community-Lexikon ziemlich viel Schwachsinn produzieren kann. In der englischsprachigen Version sind die Angaben präziser.