
Hamburg, graue Stadt an Meer....ach nee, das war ja Husum. Egal, Hamburg war trotzdem grau, Mitte April, als wir ankamen. Wir, das waren Zoe, unsere Haus- und Hof- und Circusartistin und James, eine Tätowiererin aus den USA (ja, James ist richtig, dieser Name führt immer zur Verwirrung.)
Die Hamburger Markhalle liegt zentral und gut erreichbar in der Mitte der Stadt gleich neben dem Bahnhof. Seltsamerweise fand ich sogar einen Parkplatz in Sichtweite der Halle: ein höchst ungewöhnlicher, gleichwohl vergnüglicher Start unseres Besuches.
Das Line-up der Hamburger Convention ist vielleicht nicht so international, wie das der Berliner Convention, aber das tut, meiner geringen Meinung nach, der Sache keinen Abbruch. Die üblichen Verdächtigen waren auf jeden Fall an Bord: Tin Tin, Bernie Luther, Last Rites, Maik Frey, Ryu Family usw...
Und so war es dann auch kein Wunder, dass die Markthalle gut gefüllt war und Frank, der quirlige Organisator der Veranstaltung, war dementsprechend auch zufrieden gestimmt. Als Location bietet die Markthalle ja einiges, sie ist verwinkelt und man läuft über Treppen hinauf und hinab und auf einmal ist man wieder dort, wo die Reise begann. Dies hat den unschätzbaren Vorteil kleiner intimer Ecken, die es ermöglichen sich ein wenig zurückzuziehen.
Im obersten Stock traf ich auch Zoe und James wieder, die in einer Reihe junger Damen saßen und seltsame Ohren trugen. Pinkfarbene Bunnyohren um präzise zu sein, mit anderen Worten: genau die Berufsbekleidung mit der Frau Vertrauen und Seriosität ausstrahlt. Hier oben war allerdings die Luft nicht die Beste, was nun nicht an den Bunnyohren lag, sondern an der fehlenden frische Luft.
In der zentralen Halle der Location fand die obligatorische Artfusion statt. Zentral auf einem Podest standen die Künstler und bemalten Ihre Leinwände. Dies ist natürlich kein Setting für eine ruhige Hand, gab aber den Besuchern die Möglichkeit, den Künstlern über die Schulter zu schauen. Und so war dann auch die Halle der zentrale Treffpunkt für alle Besucher, zumal hier auch die Konzernte stattfanden.
Das Musikangebot war Rock´n Roll geprägt (und damit genau richtig) und der Stargast des Wochenendes war Slim Jim Phantom, der in früheren Jahren bei den Stray Cats spielte.
Nun, die Besucher waren zufrieden, die Tätowierer, zumindest die, mit denen ich sprechen konnte und der Veranstalter, alle waren zufrieden und damit steht einem Besuch nächstes Jahr nichts im Wege
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