
Amsterdam ist eine coole Stadt und die 2007er Convention war die beste Convention des letzten Jahres – zumindest der Conventions, die ich besuchen durfte.
Dem entsprechend waren die Erwartungen an die Neuauflage 2008 hoch.
Die Liste der Tätowierer war schon mal beeindruckend: Benjamin Moss von Apocalypse, John von Bodygraphic, Hori Nori aus Japan, Henk Schiffmacher mit dem Heimpiel in Amsterdam, Yang Zhuao und Qunug Ge aus China um nur einige Wenige zu nennen. Der Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung lag auf der Tiki Kultur Polynesiens. Das ist nicht besonders originell, tut aber auch niemanden weh.
Insbesondere, da die Bühnenshows in Amsterdam traditionell nicht so sehr im Vordergrund stehen, wie das auf anderen Veranstaltungen der Fall ist.
Im Gegensatz zu 2007 hatten wir uns ohne lange Vorlauf entschlossen nach Amsterdam zu fahren, sodass es schwierig war, überhaupt ein Hotel in der Stadt zu finden. Das Wochenende um den 31.05. muss in Amsterdam wohl das große Partywochenende gewesen sein. Und wie es der Zufall wollte, landeten wir im von den Organisatoren empfohlenen Golden Tulip Hotel, das etwas außerhalb im Grünen liegt. Oder mit anderen Worten: am Arsch der Welt.
Ebenso schien mir die Conventionlocation ein wenig ab vom Schuß. War die Convention 2007 quasi mitten in der Stadt, fand die 2008er im Borchland, einer Sportmehrzweckhalle im Süden Amsterdams statt.
Für Fußballfans sicherlich eine Bereicherung, ist doch das neue Ajax Amsterdam Stadion in Sichtweite, für alles Andere aber eher ungeeignet. Das Borchland liegt eigentlich in einem riesigen Gewerbegebiet, das heißt: keine Läden in der Nähe, noch nicht einmal ein Coffeeshop, keine Bars oder Restaurants, keine Parkplätze.
Mit dem Auto war die Convention schon schwer zu finden, das einzige Hinweisschild, welches wir fanden, hatte ungefähr die Größe eines Din-A4 Blattes und hätten wir nicht einige italienische Tattoo Fans getroffen, würden wir wohl jetzt noch suchen. Die Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gestaltete sich wohl auch eher suboptimal, mit der Straßenbahn in die Nähe des Stadions und dann noch 15 oder 20 Minuten zu Fuß.