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  1000 Pin-up Girls
 


Niemals alles zeigen. 1000 Pin-up Girls

 

1000 Pinup Girls - Das Buch

TASCHEN Verlag

"Girls, Gags & Giggles" – so lautete das Rezept des Verlegers Robert Harrison, mit dem er den Amerikanern die Pin-ups präsentierte. Seine Girlie-Magazine wie die "Beauty Parade", "Eyeful", "Titter", "Wink"," Whisper" und "Flirt" verkauften sich in den 1950er Jahren in Millionenauflagen, bevor sie zu Symbolen von Pulp- und Trashkultur wurden.

Die lächelnden Mädchen mit ihren kurvigen Formen und einladenden Dessous verströmten genau das in den 50ern Jahren ertägliche Maß an Sex Appeal, ohne dabei zu erlesen oder zu kunstvoll zu wirken. Sie waren die Mädchen von Nebenan, die mit ihrer gesunden Ausstrahlung leicht über die trashige Form der Magazine hinwegsehen ließen. Dafür, dass die Hefte in den Kiosken nicht übersehen wurden, sorgten aufdringliche Cover, die von Peter Driben, Earl Moran oder Billy De Vorrs gemalt wurden. Driben, Moran und De Vorrs gehörten zu den besten und bekanntesten Illustratoren der Pin-up-Ära. Ihre geschmackvollen Titelillustrationen werden heutzutage als vortreffliche Zeugnisse der populären Kunst der 50er Jahre gehandelt.

1000 Pinup Girls - Das Buch

Inhaltlich orientierte sich Harrisson an der Tradition der amerikanischen Burleske. Das Konzept sah vor, nicht nur Pin-ups zu zeigen, sondern zusätzlich zwei- bis vierseitige Fotostories, wo leicht bekleidete Mädchen mit der Tücke der Materie kämpfend in slapstickartigen Situationen abgelichtet wurden. Oft wurden die Mädchen von männlichen Gestalten begleitet, die man in die Dienstkleidung eines burlesken Komikers gesteckt hatte: "Hanswurste in sackartigen Hosen und grobkarierten Jacketts mit gigantischen Schnurrbärten." Die Magazine von Harrison setzten auf die Kombination aus Sex und Komik. Die schmierigen Männergestalten, die den Mädchen zur Seite gestellt wurden, lassen außerdem das Selbstbild der Käufer erahnen, die aller Wahrscheinlichkeit nach, nicht an die Tatsache erinnert werden sollten, dass es anderenorts attraktive und redegewandte Männer gab, die darüber hinaus gut geschnittene Anzüge trugen.

Die meisten Modelle rekrutierte Harrison aus dem großen Heer von Stripperinnen, Showgirls und Cheeskake-Models, die es nach New York getrieben hatte. Kaum eine wurde in den Bildunterschriften mit einem Künstlernamen benannt, wenige schafften es, einen Bekanntheitsgrad zu erlangen und noch seltener wurden sie zu einem Star wie Bettie Page, die ab 1951 in Harrisons Magazinen abgelichtet wurde.

Das Ende der Girlie Magazine läutete mit dem Erscheinen der modernen Männermagazine wie dem "Modern Man" oder "Playboy" ein, für die namhafte Autoren und Fotografen arbeiteten, und bei denen der größte Teil des Etats nicht allein für das Cover verwendet worden war.

Text: agat a




 

   
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